„Tewje, der Milchmann“ am 2.4.17 um 11 Uhr im Stadtmuseum Lippstadt

„Wort am Sonntag“ im April Alfred Kornemann liest verschmitzt heitere Erzählungen Lippstadt. „Tewje, der Milchmann“ ist der große Roman von Scholem-Alejchem, weltbekannt in der Musical-Vertonung des „Fiddler on the Roof“. Es ist die Geschichte eines Mannes, den das Leben sehr stiefmütterlich behandelt, der alles verliert, am Schluss ganz vereinsamt übrig bleibt. Alles aber erträgt der vom Autor dem Leben nachgezeichnete Milchmann mit unerschütterlichem Glauben und in fester Hoffnung auf Gott. Scholem-Alejchem hat in diesem in Ich-Form erzählten Roman einen Menschentyp getroffen, für dessen humorige Naivität […]

Im Stadtmuseum entdeckt

Als Erfinder des Würfelzuckers gilt der Schweizer Jacob Christoph Rad (1799–1871). Er war Leiter einer Zuckerfabrik und experimentierte mit verschiedenen Ideen und Prozessen und hatte die Idee, wie man praktische kleine Zuckerstücke herstellen konnte. Er schuf ein Model aus Blechstreifen, das einer heutigen Schale für Eiswürfel ähnelte. Den Zuckerhut ließ er raspeln. Die winzigen Stücke wurden nun leicht angefeuchtet und in den Model gefüllt. Wenn alles getrocknet war, hatte man nun passablen Würfelzucker. Auf diesen Grundüberlegungen vervollkommnete er seine Würfelzuckerpresse. Der Zuckerbrecher, der im Stadtmuseum […]

Im Museum entdeckt

Das keramische Westerwälder Steinzeug wurde ab der frühen Neuzeit im unteren Westerwald u. im Kannenbäckerland produziert. Aber auch ganz allgemein wird der Ausdruck Westerwälder für blau-graues Steinzeug gebraucht. Westerwälder Steinzeug wurde ab dem 17. Jh. in ganz Europa in großen Mengen gehandelt. Diese Keramikart ist ein wichtiger Marker bei der Datierung von neuzeitlichen archäologischen Fundstellen. Ca. ab 1650, bis in unsere heutige Zeit, ist sie eine der dominierenden Warenarten unter dem Deutschen Steinzeug. Die Steinzeugproduktion begann im 15. Jh. mit schlichtem Gebrauchsgeschirr mit brauner Salzglasur. […]

Stadtgeschichte zum Anfassen – Fotoworkshop

Eine neue Veranstaltung im Stadtmuseum Lippstadt richtet sich an alle Fotofreunde: „Stadtgeschichte zum Anfassen – experimentelle Bilddokumentation“ Der Förderverein des Stadtmuseums hat für diesen fotografischen Rundgang Erwin Speich gewinnen können. An zwei Samstagvormittagen startet dieser Workshop: 11. Februar, 9.30 – 16.30 Uhr und 4. März, ebenfalls 9.30 Uhr – 16.30 Uhr. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung gebeten: Tel.: 02941 60894, Wilhelm Börskens Tel.: 02941 57774, Erwin Speich   Bleiben Sie neugierig! Wir sehen uns, Ihr                                                                  Rathausstraße […]

Im Museum entdeckt

Neujährchen – Neujährken steht für: regional für die Backware Hippe auch für [Geld]geschenk zu Neujahr, besonders als Dank für Dienstleistungen im zurückliegenden Jahr (z. B. an den Briefträger)   Platten und Zange aus einem Stück Flacheisen gezogen. Am Ende der Griffe Verschluss. An einem Griffende fünf Einkerbungen als Rasten für eine Feststellöse, die in dem ringförmigen Ende des anderen Stielendes befestigt sein sollte. (Öse fehlt!) Niejoahrskoken, liebevoll auch Niejoaehrkes genannt, auf hochdeutsch „Neujahrskuchen“ war eines der Lieblingsgebäcke meiner Kindheit. Es gab sie nur einmal im […]

Im Museum entdeckt

Im Besitz des Museums befinden sich aus dem Jahr 1929 zwei Porzellanteller des Kinderbundes mit weihnachtlichen Motiven. Wie war denn damals, im Jahr 1929, das Weihnachtsfest? Weihnachten 1929 war ein friedliches Fest. Die Menschen dachten hoffnungsvoll, dass die Krise bald zu Ende sei. Heiligabend gab es Neuschnee. Nun war der Dezember zwar schon kalt, aber der Anfang des Jahres war noch viel kälter gewesen. Der Winter 1928/1929 war in Deutschland der mit Abstand kälteste des 20. Jh. An vielen Orten sank das Thermometer im bitterkalten […]

Occhi – Jogging für die Hände

Eine alte Handarbeitstechnik ist Occhi, auch Schiffchenarbeit, Schiffchenspitze oder Frivolité genannt. Das Wort stammt aus dem italienischen und bedeutet „Augen“. Hier werden mittels eines auf Schiffchen aufgewickelten Fadens Spitzen hergestellt, die wie kleine Augen aussehen. Im Mittelalter kam diese Technik wohl aus dem Orient nach Europa. Wohl kannte man diese Spitzen-Handarbeit unter anderem Namen. Das eigentliche Occhi, so wie es heute bekannt ist, entwickelte sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. Diese aufwändige Handarbeitstechnik war ein vornehmer Zeitvertreib der Damen der oberen Schichten. Das Arbeitsergebnis […]

Kleine Symbole des Glücks – prachtvolle Koestel-Engel

In den kargen Jahren nach dem 2. Weltkrieg, sehnten sich die Menschen trotz oder gerade bei Rohstoffknappheit und Geldmangel nach etwas Glanz in ihrem Heim. Die Künstlerin Amy Friedel kam in den Nachkriegsjahren aus dem zerbombten Dresden nach Isny (heilklimatischer Kurort im württembergischen Allgäu). Sie bastelte die ersten Engel aus einfachen Materialien, mit Geschenkpapier und Wachs (für Kopf und Hände). Oft tauschte sie in dieser Zeit ihre kleinen Kunstwerke gegen Brot und Milch. Und so „flatterten“ immer mehr von ihr geschaffene Engel in die nahe […]

Familiensonntag im Stadtmuseum

Im adventlich weihnachtlich geschmücktem Stadtmuseum konnte Anne Schulte-Döinghaus an diesem Familiensonntag 200 große und kleine Gäste begrüßen. Es gab Gebäck in unterschiedlichsten Formen. In der Museumsküche unter der fachkundigen Hand von Birgit Butter leckere Torten und Kuchen. Im großen Magister-Justinus-Saal wurden kreative Occi-Arbeiten von Renate Brock und Hedwig Drüggemöller gezeigt und vorgeführt.  Die Besucher staunten über eine wunderschöne mit Spitzen dekorierte Torte und sehr schönen filigranen Weihnachtsschmuck. An einem weiteren Tisch konnten die kleinen Gäste mit Angelika Scheunemann aus Gebäck Hexenhäuschen „bauen“ und mit nach […]

Objekt des Monats Dezember

 Die Franziska – Eine fränkische Streitaxt (530-565 n. Chr.) Als Franziska wird eine Waffe bezeichnet, die im Unterschied zum Beil einen Schäftungswinkel von deutlich mehr als 90° aufweist. So sind moderne Handwerksbeile beispielsweise in einem rechten Winkel oder sogar in einem leicht spitz zulaufenden Winkel zur Schneide geschäftet. Aus dieser Schäftungsart ergibt sich eine optimale Kraftentwicklung beim Hieb. Jedoch ist davon auszugehen, dass Franzisken nicht (nur) als Hiebwaffen eingesetzt wurden, sondern vor allem als Wurfwaffen benutzt wurden, woraus sich der größere Schäftungswinkel von bis zu […]