7 Millionen Euro zusätzlich bis 2022 – für öffentliche Musikschulen

21. November 2019 Aus Von Anne Gorski

Auf der Mitgliederversammlung des Landesverbands der Musikschulen gab die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Isabel Pfeiffer-Poensgen, die Verdreifachung der Mittel für die öffentlichen Musikschulen in NRW bekannt.

Das Land wird nun gemeinsam mit dem Landesverband und den kommunalen Spitzenverbänden die effiziente und pass genaue Verteilung der Mittel in Angriff nehmen.

Trotz ihrer wichtigen gesellschaftlichen Funktion sind Musikschulen zunehmend auf Honorarkräfte im Lehrbetrieb angewiesen. Hier soll mit der Landesoffensive angesetzt werden: Der Anteil der Festangestellten soll steigen und so die Qualität der geleisteten Arbeit, in den Musikschulen dauerhaft gesichert werden.

Darüber hinaus soll die erhöhte Förderung den Musikschulen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung etwa in den Bereichen Talentförderung, Interkultur und Digitalisierung bieten“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur wurde die Förderung in diesem Jahr gegenüber 2018 von 2,9 auf 3,9 Millionen Euro erhöht. Unter Vorbehalt der Verabschiedung des Haushalts wächst der Etat für die Musikschulen in 2020 nochmals um 500.000 Euro, in 2021 kommen weitere 1,5 Millionen Euro hinzu. Mit zusätzlichen vier Millionen Euro im Jahr 2022 stehen schließlich sieben Millionen Euro mehr Landesmittel zur Verfügung. Der Gesamtetat steigt damit auf insgesamt knapp zehn Millionen Euro, was mehr als dem Dreifachen der 2018 bereitgestellten und davor jahrelang nicht erhöhten Mittel entspricht.

„Mit der Erhöhung der Förderung würdigt die Landesregierung nicht nur den Beitrag der öffentlichen Musikschulen zur Bewältigung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse, sondern setzt auch ein Zeichen für eine verbesserte Bildungsgerechtigkeit in Stadt und Land.“ so Bernd Smalla, Vorsitzender des Landesverbands der Musikschulen in NRW e.V.

Rund 180 öffentliche Musikschulen erhalten Landesförderung. Grundsätzlich fördert das Land die Musikschulen, die die Kriterien der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt) erfüllen.

Berechnungsbasis für die Landesförderung sind die jährlichen Schülerbelegungszahlen. Daneben werden Projekte des LVdM mit landesweiter Bedeutung sowie profil- und strukturbildende Projekte der Musikschulen gefördert.

Zusätzlich sind die Musikschulen ein entscheidender Partner bei der Umsetzung des JeKits-Programms, mit dem rund 70.000 Schüler*Innen an rund 1.000 Grund-und Förderschulen teilweise erste musikalische Erfahrungen machen.

Allein in den 159 Musikschulen des LVdM NRW musizieren rund 336.000 Schüler*Innen in rund 420.000 Belegungen. Dabei ist von Anfängern bis hin zu Bundespreisträgern bei Jugend musiziert, Jugend komponiert und Jugend jazzt alles dabei.

Landesverband der Musikschulen in NRW e.V.

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