Das Jahr im Verein Kunst im Turm im Rückblick!

Das Veranstaltungsjahr 2015 begann mit einer außerplanmäßigen, ganz besonderen Aus­stellung „Erinnern für die Zukunft“. Schüler der Marienschule Lippstadt suchten     u1nd fanden im Kunstturm einen Ort, um ihre Eindrücke und Erlebnisse bei der Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz zu dokumen­tieren bzw. ihre künstlerische Auseinandersetzung damit zu präsentieren. In Fotos, Bildern, Installationen, Geschichten, Musik verarbeiteten sie ihre Betroffenheit, ihre Erkenntnisse, ihre Einsichten – Gedenken, Mahnung, Zukunftsvision gleichermaßen. Unterstützt vom Schulchor und einem Instrumental-Ensembel der Schule beeindruckten sie die zahlreich erschienenen Besucher sowie in den folgenden Wochen Schulklassen und Kurse aus diversen Schulen.
Im März hatten sich zwei Künstlerinnen zusammengeschlossen, die ihre Exponate „vielschichtig“ präsentierten: die Papierkünstlerin Eva Wilcke mit ihren dreidimensionalen Papierobjekten, die überwiegend den Boden bespielte, ergänzt und „überhöht“ von der Malerin Annette Zumkley, die mit ihren großformatigen Arbeiten die Wände zum Leuchten brachte. Abdeckung, Überlagerung und Transparenz lassen Geflechte rhythmischer Farbigkeit entstehen, die den umgebenden Raum prägen. Wilcke benutzt für ihre Papierobjekte, die sie bislang in Museen weltweit gezeigt hat, u.a. Hanje, das traditionelle koreanische Papier sowie Gebilde aus Kozo, Asparagus und Rami, das an marmorähnliche Oberflächen erinnert.
„Goliat“ – unter diesem Namen hängte Wolfgang Meluhn seine riesigen Leinwände 2quer durch die Halle des Turms und drückte dem Raum damit seinen eigenen künstlerischen Stempel auf. Eine überwältigende Installation, eigens für den Kunstturm geschaffen, gewaltig nicht nur durch die Größen-Dimensionen sondern ebenso durch die expressive Farbgebung und den dynamischen Pinselschwung. Eine Ausstellung mit großer Außenwirkung, die die Besonderheit des Raums physisch erfahrbar machte.

„Bewegte Stille“ hieß die diesjährige Ausstellung der Mitglieder von Kunst im Turm. 
Elf Künstlerinnen und Künstler, Ulrike Blindow, Gisela Blaha, Ernst Ewers zum Rode, D3orothea Feldkamp, Peter Hoffmann, Jae Eun Jung, Marlies Müller-Kaufmann, Irene Peil, Antje Prager-Andresen, Stefanie von Teubern und Margret Zimmermann zeigten mit Malerei, Video-Installationen, Skulpturen, Schmuck und Objekten ihre Interpretation des Themas, eingeführt durch eine Tanz-Performance von Tänzern der Arturo-Schauspielschule Köln.
Auch dieses Jahr präsentierten die AbsolventInnen des Designseminars Profiprax4 wieder ihre Jahresarbeiten, mit denen sie sich bundesweit erfolgreich an den entsprechenden Hochschulen beworben hatten. In „Einblicke 18“ stellten sie unter Leitung von Dirk Skowronski einmal mehr eine überwältigende Zahl kreativer, überraschender Lösungen für unterschiedliche Aufgaben vor. „Umdenken- anders machen“ das Thema der Münsteraner FH spiegelte sich beeindruckend wider.
5Zartere Töne schlug die Bielefelder Künstlerin Jutta Kirchhoff im September diesen Jahres an, die mit „da zwischen“ große Reliefs, Skulpturen und Zeichnungen zeigte: der Menschen in seiner Auseinandersetzung mit den großen Fragen nach dem Glauben und seiner eigenen Bestimmung in der heutigen Welt. Im Künstlergespräch mit Gitte Klisa erläuterte sie ihre künstlerischen Intentionen.
Wie in jedem Jahr beschloss auch diesmal wieder die Freie Künstlergruppe Septimus den Ausstellungsreigen. Mit „Das Tier“ widmeten sich Elisabeth Fellermann, Lisa 6Grygier, Lore Liebelt, Antje Prager-Andresen und Ralf Saadhoff den Fragen des Umgangs mit dem Tierischen in uns, unserem Umgang mit der Natur und speziell den Tieren. Unterstützt und musikalisch auf den Punkt gebracht wurden sie bei der Vernissage von Dieter Hermes mit Saxophon und Bassklarinette .
Die gut besuchte Ausstellung beendete ein ereignisreiches Ausstellungsjahr mit einem breiten Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen und Themen.

 

 

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