HANSEartWORKS 2026: Auswahl für Stargard
Die Stadt Lippstadt freut sich, bekannt zu geben, dass die Jury des 46. Internationalen Hansetages 2026 in Stargard (Polen) die Arbeit „Die Quelle“ (2025) von Dorothea Cyran-Daboul für die Teilnahme an der Ausstellung HANSEartWORKS ausgewählt hat.
Das Werk wird im Zeitraum vom 11. bis 14. Juni 2026 in der StadtbibliothekKsiążnica Stargardzka der internationalen Öffentlichkeit präsentiert und ist Teil des kuratierten Ausstellungsprogramms im Rahmen des Hansetages unter dem Motto „Die Kraft des Wassers“.
Die Künstlerin Dorothea Cyran-Daboul, geboren 1959 in Erwitte, lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt. Ihre künstlerische Ausbildung absolvierte sie unter anderem von 1983 bis 1987 an der Wiener Kunstschule, wo sie angewandte und freie Malerei bei Fritz Martinz studierte. Ihre Arbeiten sind geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit Natur, Materialität und inneren Prozessen.
Das ausgewählte Werk „Die Quelle“ ist eine abstrakt-expressionistische Annäherung an ein zentrales Naturmotiv der Region. Die Künstlerin beschreibt den Ausgangspunkt ihrer Arbeit wie folgt:
„Als Ausgangspunkt für dieses Bild habe ich die Quellen im Muckenbruch / Bad Westernkotten bei Lippstadt genommen. Dort gehe ich nahezu jeden Tag spazieren und tanke künstlerisch auf. Eine Quelle speist hier das Niedermoor: Es kann als Ursprung von Energie und Leben gesehen werden und wird in Zukunft zweifellos zur natürlichen Bewältigung der Klimakatastrophe beitragen können. Ohne das Moor mit seinen Quellen würden hier viele Tier- und Pflanzenarten verschwinden und das Ökosystem aus dem Gleichgewicht geraten. In Zeiten gefährlicher Naturzerstörung findet man somit im wasserreichen Moor und Morast des Muckenbruchs bei Lippstadt immer noch ungezügelte Natur. Das Bild ist somit eine momenthafte, abstrakt-expressionistische Naturbeobachtung des Ursprungsortes von Wasser: Es zeigt die Kraft und die Resilienz des Wassers.“
Mit der Auswahl dieses Werkes würdigt die Jury eine künstlerische Position, die auf eindrucksvolle Weise regionale Naturerfahrung mit global relevanten Themen wie Klimawandel, Ressourcenschutz und ökologischer Balance verbindet. Zugleich steht die Arbeit sinnbildlich für die verbindende Kraft natürlicher und kultureller Ströme – ein Gedanke, der auch im Kontext der Hanse eine besondere Bedeutung trägt.
Die Stadt Lippstadt ist stolz, mit dieser Arbeit im internationalen Kontext von HANSEartWORKS vertreten zu sein und einen Beitrag zum kulturellen Dialog der Hansestädte zu leisten.
Abb.: Dorothea Cyran-Daboul, Die Quelle, Acryl und Bienenwachs auf Leinwand, 80 x 120 cm © die Künstlerin




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