VHS online Vorträge

VHS online Vorträge

12. April 2021 Aus Von Anna-Sophie Renning

Die VHS Lippstadt, Anröchte, Erwitte, Rüthen und Warstein bietet in der kommenden Woche wieder unterschiedliche „vhs online“ Vorträge an:

Artenvielfalt im Garten: Tiere pflanzen – Am Montag, 12. April 2021 um 19:00 Uhr berichten Luise Hauswirth, Peter Hoffmann und Prof. Dr. Heinrich Münz über die „Artenvielfalt im Garten: Tiere pflanzen“. Die Förderung der Tier- und Pflanzenvielfalt im eigenen Garten ist einfacher als gedacht. Die vielfältigen Beziehungen zwischen Pflanzen und Tieren haben sich über Jahrtausende im Zuge der (Ko-)Evolution für unseren Naturraum herausgebildet. Durch die gezielte Auswahl einheimischer Pflanzen, regionaler Saatgutmischungen oder durch eine artenreiche Bepflanzung kann ein Garten mit hohem Mehrwert geschaffen werden. Dabei leidet weder die Attraktivität, noch wird das Geld- und Zeitkonto der Gärtner überstrapaziert. Es werden die nun dreijährigen Erfahrungen mit der Verwendung der „Lippstädter Blumenmischung“ vorgestellt und weitere Gestaltungselemente diskutiert. Dieser Vortrag findet in Kooperation mit ABU, NABU, BUND und Lippstädter Blumengroup statt.

Kollege Roboter – Am Montag, 12. April 2021 um 19:00 Uhr hält Professor Dr.-Ing. Verena Nitsch Ihren Vortrag „Kollege Roboter“. Seit der Einführung des ersten Industrieroboters im Jahre 1961 in einer Fabrik in New Jersey wurden Roboter jahrzehntelang als programmierbare Mehrzweckhandhabungsgeräte für das Bewegen von Material, Werkstücken oder Werkzeugen eingesetzt. Sie standen an festen Arbeitsplätzen und funktionierten nur in einer strukturierten, kontrollierten Umgebung. Doch dank zahlreicher Innovationen in der Sensortechnik und Softwareentwicklung können Roboter nun ortsflexibel und zunehmend selbstständig komplexe Aufgaben in unbekannten Umgebungen planen, aus Erfahrung lernen und sich an Veränderungen in der Umgebung anpassen. Interdisziplinäre Forschungsteams arbeiten heutzutage an der Entwicklung von Robotern mit Sozialkompetenzen, die bereits in naher Zukunft eine effektive und enge Kooperation mit dem Menschen ermöglichen sollen. Doch was sind die Folgen einer zunehmenden Automatisierung durch Roboter für die Arbeitswelt? Der Vortrag stellt aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Mensch-Roboter-Kooperation vor und beleuchtet mögliche Chancen und Herausforderungen für Arbeitskräfte im Zeitalter der Industrie 4.0.

Zeitgenössische Pflanzenfaserarchitektur – Am Dienstag, 13. April 2021 um 19:00 Uhr hält Dominique Gauzin-Müller einen Vortrag zum Thema „Zeitgenössische Pflanzenfaserarchitektur“. Pflanzen sind erstaunliche Lebewesen. Als materielle Grundlage unserer Existenz und unserer Kultur sind sie schön und nützlich zugleich. Mit „grüner Architektur“ und dem Einsatz von Pflanzenfasern erreichen wir nicht nur eine positive Ökobilanz, sondern auch haptische Qualität und eine Ästhetik, die den Menschen mit der Natur verbindet. In Europa werden schnell nachwachsende Rohstoffe wie Stroh und Hanf zur thermischen Sanierung bestehender Gebäude sowie zur Dämmung eingesetzt. In Ländern des Südens aber werden aus Bambus, Schilf und anderen Fasern – oft in Verbindung mit Lehm – komfortable Häuser zu erschwinglichen Preisen errichtet. Der Einsatz von Baustoffen aus schnell wachsenden Pflanzen ist eine große Chance, unmittelbar viel CO2 einzuspeichern und damit dem Klimawandel entgegenzuwirken. Die vorgestellten biogenen Bauwerke sind Finalisten des FIBRA Awards, dem weltweit ersten Preis für zeitgenössische Pflanzenfaserarchitektur. Aus Bambus, Stroh, Schilf, Palmblättern, Rinde, Nordseegras oder sogar aus Pilzen und lebenden Pflanzen hergestellt, fördern diese inspirierenden Beispiele aus 45 Ländern die Verwendung der reichlich vorhandenen, natürlichen, kostengünstigen und in der Verarbeitung energiesparenden Materialien.

Sind Algorithmen gerecht? Künstliche Intelligenz zwischen Fortschritt und Fremdbestimmung – Am Dienstag, 13. April 2021 um 19:00 Uhr halten Jaume-Palasí und Prof. Dr. Tobias Matzner den Einführungsvortrag „Sind Algorithmen gerecht? Künstliche Intelligenz zwischen Fortschritt und Fremdbestimmung“ zur neuen Veranstaltungsreihe „Stadt-Land-DatenFluss“ des Deutschen Volkshochschulverbandes. Intelligente Maschinen bestimmen in vielerlei Hinsicht unser Leben: ob in Form von Algorithmen in sozialen Medien, als Navigationssystem im Auto oder als Sprachassistenz im Smart Home. Damit verändert sich das Verhältnis von Mensch und Maschine grundlegend und beeinflusst unser gesellschaftliches Zusammenleben. Künstliche Intelligenz ist dabei nicht nur mit Hoffnungen, sondern auch mit Ängsten verbunden. Neben Haftungsfragen oder Datenschutz geht es auch um die grundlegende Frage, wie der Einsatz von KI nach ethischen Leitlinien gelingen kann. Wie sieht die Zukunft der lernenden Systeme aus und welche Folgen ergeben sich für unser Zusammenleben? Was bedeutet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz aus ethisch-moralischer Sicht? Wie kann KI diskriminierungsfrei eingesetzt und im Sinne des Menschen gestaltet werden? Auf der VHS Homepage www.vhs-lippstadt.de ist ein Video zu der neuen App „Stadt-Land-DatenFluss“ zu finden.

Quantentechnologien – Am Dienstag, 13. April 2021 um 19:30 Uhr hält Prof. Dr. Artur Zrenner seinen Vortrag über „Quantentechnologien“. Wir leben in einer Informationsgesellschaft, die alles möglich zu machen scheint – schnelles Internet, Bild und Ton in höchster Qualität, virtuelle Realitäten, soziale Vernetzung. Aber – kommt da in naher Zukunft noch was nach, vielleicht etwas ganz Mächtiges? Das Schlagwort ist: Quantentechnologien, mit denen sich völlig neue Möglichkeiten eröffnen sollen. Was ist das genau und wie funktioniert diese Technologie eigentlich? Artur Zrenner ist Professor für Experimentalphysik an der Universität Paderborn. Dort gründete er das „Center for Optoelectronics and Photonics Paderborn“. Im Rahmen eines aktuellen DFG Sonderforschungsbereichs beschäftigt er sich mit photonischen Quantentechnologien für eine sichere Datenübertragung. Seit 2014 ist Prof. Zrenner Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften.

Eva Perón – Am Mittwoch, 14. April 2021 um 19:30 Uhr hält Prof. Dr. Ursula Prutsch Ihren Vortrag über „Eva Perón“. Der Peronismus prägt Argentinien bis heute. Seine bekannteste Repräsentantin, Eva Perón, von ihren Anhängerinnen und Anhängern Evita genannt, ist im kollektiven Gedächtnis des Landes und darüber hinaus noch immer präsent. Dazu hat das Musical Evita von Andrew Lloyd Webber beigetragen, das eine machtgierige, autoritäre Präsidentengattin zeigt, die für ihre Karriere über Leichen geht. Peronistinnen hingegen – und zu ihnen zählt die aktuelle Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner – verteidigen Eva Perón als „Mutter der Armen“, als „Märtyrerin der Unterdrückten und erste Feministin in einem konservativen Land, die das Frauenwahlrecht durchzusetzen vermochte. Der Vortrag setzt sich mit dem Aufstieg der Argentinierin vom „Aschenputtel“ zu einer der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit auseinander. Er erzählt, was die Faszination von Eva Perón ausmacht, warum sie von Gegnerinnen und Gegnern so gehasst wurde und welcher Mythos bis heute weiterlebt. Prof. Dr. Ursula Prutsch unterrichtet US-amerikanische und lateinamerikanische Geschichte an der LMU München. Sie schrieb unter anderem eine Biographie über Eva Perón.

Telemedizin – Arztkontakt im digitalen Wandel – Am Donnerstag, 15. April 2021 um 19:00 Uhr hält Dr. Martina Hartmann Ihren Vortrag „Telemedizin – Arztkontakt im digitalen Wandel“. Was passiert, wenn Menschen sich Sorgen über ihre Gesundheit machen, einen medizinischen Rat brauchen und keinen Arzt erreichen können? Keine Sorge, seit Mitte Oktober 2018 haben gesetzlich versicherte Patienten mit einer gültigen Krankenversicherungskarte in Baden-Württemberg die Möglichkeit, sich montags bis freitags zwischen 9 und 19 Uhr mit einem Online-Arzt verbinden zu lassen. Diese Ärzte sind alle in eigenen Praxen in Baden-Württemberg niedergelassen oder angestellt und bringen eine jahrelange Erfahrung mit. Aber wie funktioniert die Telemedizin? Speziell geschulte Medizinische Fachangestellte (MFA) erfassen die Personalien, die Krankheitssymptome und die Krankengeschichte des Patienten und klären die Dringlichkeit. Handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Notfall, wird der Anruf direkt an die Rettungsleitstelle weitergeleitet. Ansonsten meldet sich innerhalb kürzester Zeit oder auch zu einem Zeitpunkt, der selbst definiert werden kann, ein Telearzt beim Patienten (telefonisch oder per Video-Konferenz, ganz wie gewünscht). Im Idealfall berät der Tele-Arzt dann abschließend telemedizinisch oder, wenn das nicht möglich ist, stellt er auch die Weichen für den weiteren Behandlungsweg. Hier kommt dann wieder die MFA ins Spiel, die, wenn es noch am gleichen Tag nötig sein sollte, zeitnah einen Kontakt mit einem Arzt/Notfalldienstzentrale/Krankenhaus in der Umgebung vermitteln kann.

Kommunikation 4.0 – Am Montag, 19. April 2021 um 19:00 Uhr hält Dr. Christina Kreibich Ihren Vortrag „Kommunikation 4.0“. Der Vortrag führt in die facettenreiche Welt der „Kommunikation 4.0“ ein. An Beispielen aus der Praxis wird aufgezeigt, was unter diesem weit gefassten Begriff zu verstehen ist und welche Herausforderung sich einer „Kommunikation 4.0“ stellen. Welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten von „Kommunikation 4.0“ gibt es im Geschäftsleben und auch im privaten Umfeld? Wo liegen Chancen und Risiken? Welche Möglichkeiten und Folgewirkungen sind denkbar, die sich aus der Corona-Krise im Zusammenhang mit Industrie 4.0 und Kommunikation 4.0 ergeben könnten?

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.vhs-lippstadt.de

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Es handelt sich hierbei um eine Pressemitteilung