trio Con brio Copenhagen – Ein Ensemble, dem Komponisten ihre Werke widmen!

trio Con brio Copenhagen – Ein Ensemble, dem Komponisten ihre Werke widmen!

14. November 2018 Aus Von Max Frost

Die Kammerkonzertreihe des Musikvereins wird am Samstag, den 17. November mit Trio Con Brio Copenhagen fortgesetzt. Das 1999 gegründete Ensemble besteht aus den koreanischen Schwestern Soo-Jin (Violine) und Soo-Kyung Hong (Cello) und dem dänischen Pianisten Jens Elvekjaer und gehört mittlerweile zu den führenden Ensembles seiner Generation. Spielfreude, atmosphärisches Dialogisieren, absolut homogenes Zusammenspiel, sowie instrumentale Perfektion sind Beschreibungen, die häufig in Verbindung mit dem dänischen Klaviertrio zu lesen sind. Neben dem klassischen Repertoire widmen sich die Musiker mit großem Erfolg zeitgenössischen skandinavischen Komponisten. Für das Lippstädter Konzert stehen Bent Sörensens Klaviertrio „Phantasmagoria“, das Trio in e-Moll op. 67 von Dmitri Schostakowitsch sowie Felix Mendelssohn Bartholdys Klaviertrio d-Moll op. 49 auf dem Programm.

Der internationale Durchbruch gelang dem Trio Con Brio Copenhagen 2002 mit dem Gewinn des ARD Wettbewerbs München und des 1. Preises des Dänischen Rundfunkwettbewerbs. Im Jahr darauf folgten erste Preise beim renommierten Premio Vittorio Gui Florenz und beim Trondheim Kammermusikwettbewerb, außerdem erhielt das Trio den Allianz-Preis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Gewinn des Kalichstein-Laredo-Robinson International Piano Trio Award 2005 erregten es auch jenseits des Atlantiks breite Aufmerksamkeit. Zehn Jahre später erhielt das Trio in Würdigung seiner außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen den „P2 Kunstnerpris“ des Dänischen Rundfunks. Das Ensemble spielt heute eine zentrale Rolle in Skandinaviens Neuer-Musik-Szene. Prominente dänische Komponisten, wie Per Nørgård oder Bent Sørensen schrieben und widmeten Werke für sie.

Sørensens Trio „Phantasmagoria“ bezog seine Inspiration aus einem Bild mit einer gotisch anmutenden Szenerie. Dargestellt ist eine in Dämmerlicht getauchte Ruine, deren Konturen nur noch vage erkennbar sind. Es war diese doppelte Brechung der architektonischen Klarheit durch Erosion und Lichtverhältnisse, die den Komponisten gereizt hatte. Heraus kam eine Musikdichtung, die Reste traditioneller Melodik als bloße Erinnerung zitiert und zu einer dämmrigen Klangwelt verdichtet. Das ist Musik, die jeden Moment wie ein Nebelhauch weggeweht werden könnte und so an die Vergänglichkeit menschlicher Existenz gemahnt.

 

Das Konzert beginnt um 18 Uhr in der Jakobikirche. Karten sind in der Kulturinformation im Rathaus, Tel.: 0 29 41 / 5 85 11, und an der Abendkasse erhältlich.