Symposium: WESTFALEN UND DAS BALTIKUM

Stadtrechtsurkunde Lippstadt 1220
Stadtrechtsurkunde 1220

Die Hansegesellschaft Lippstadt e.V.  lädt in Zusammenarbeit mit dem Heimatbundes Lippstadt e.V, dem Stadtarchiv Lippstadt und der dem Fachdienst Kultur und Weiterbildung der  Stadt Lippstadt zu einem eintägigen Symposium WESTFALEN UND DAS BALTIKUM über die historischen Verbindungen Westfalens zum Baltikum ein.

 

Auf der Internetseite http://baltikumsymposium.kultur-in-lippstadt.de/ wird fortlaufend über den Stand der Tagungsvorbereitungen berichtet. Dort kann der Flyer für die Anmeldung heruntergeladen werden.

Als Tagungsort ist  die Kapelle der Thomas-Valentin-Stadtbücherei vorgesehen

Zum Baltikum-Symposium wird im Stadtmuseum Lippstadt eine Ausstellung mit der Lippstädter Künstlerin Katinka Winz und dem lettischen Künstler Māris Čačka (Leiter und Mitbegründer des Mark Rothko Museums in Daugavpils) gezeigt. Kuratiert von Manuel Schroeder (Raumordnung e.V.), Berlin“

Ausstellungsort: Magister Justinus Saal im Stadtmuseum Lippstadt
Ausstellungseröffnung: Freitag, 03.06.2016, um 18 Uhr
Dauer: 03.06.-02.07.2016

Wer bislang der Ansicht war, dass der Stadtgründer Lippstadts, Bernhard II. zur Lippe, der einzige aus der Geschichte herausragende Adelige aus den westfälischen Gefilden rund um Lippstadt war, der machtpolitische Ambitionen in Richtung Baltikum gehabt hatte und diese dort auch umsetzte, der hat einige Persönlichkeiten nicht wahrgenommen, die ebenfalls im Umkreis von Lippstadt gebürtig waren und in der Geschichte des Baltikums eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hatten:

– Heinrich von Bökenförde (auch genannt ‚von Schüngel‘) war livländischer Landmeister des Deutschritterordens von 1435 bis 1437. Er stammte aus einer Familie, die seit dem 13. Jahrhundert in unserem unmittelbaren regionalen Umfeld (wie der Name ja sagt) ansässig war. Heinrich’s historischen Verdienste bestanden darin, dass er interne Konflikte Livlands sowie Querelen mit den litauischen Nachbarn beilegen konnte.
– Wolter von Plettenberg, geboren auf Burg Meyerich in Welver, einer der herausragenden livländischen Landmeister, widerstand im 16. Jahrhundert der machtpolitischen und militärischen Bedrohung , der der Ordensstaat durch den Moskowiter Großfürsten Iwan III. ausgesetzt war. Darüber hinaus moderierte er den durch die Reformation ausgelösten Übergang des Ordensstaates zum Protestantismus auf friedliche Weise.
– Gotthard von Kettler (Ketteler), der letzte livländische Landmeister, stammte aus der Neu-Assener und Hovestädter Linie seines Geschlechtes und ist aller Wahrscheinlichkeit nach in Eggeringhausen geboren. Er setzte in der Periode des Zerfalls des Ordensstaates auf die polnische Karte und wurde vom König in Warschau mit Kurland belehnt. Er begründete die kettler’sche Herzogsdynastie, die bis ins 18. Jahrhundert in Kurland Bestand hatte. Unter seinen Nachfolgern entstand ein zwar kleiner, aber doch agiler merkantiler Staat, der sich lange gegen die umliegenden Großmächte (Russland, Sachsen-Polen und Schweden) behaupten konnte.

Diese hier angedeuteten Entwicklungslinien nachzuspüren, historisch-wissenschaftlich zu erörtern und durch wesentliche Aspekte der westfälischen Einflüsse in den baltischen Stadtgesellschaften und dem Kulturleben zu ergänzen, soll nun Aufgabe dieses eintägigen Symposiums sein,

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