Jakobikirche Lippstadt: Videoinstallation von Jonas Englert

In der Jakobikirche ist vom
18.7. bis zum 26.8.2018
ein hervorragendes Beispiel aktueller
Videokunst zu sehen und zu hören:

Videoinstallation von
Jonas Englert
zum Präludium f-moll von
Johann Sebastian Bach (BWV 857)

Öffnungszeiten:
Di – Sa von 10:00 bis 12:00 und 15:00 bis 17:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Sie sind herzlich zur Vernissage am 18.7.2018
um 19:00 Uhr eingeladen.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützern und
Sponsoren – ohne ihre Hilfe hätte das aufwändige
Projekt nicht realisiert werden können!
Stadt Lippstadt
Juwelier Jasper
Kerstin Brülle
Paul u. Friedrich Wilhelm Müller
Pralinen Peters
Volksbank Beckum-Lippstadt
Sparkasse Lippstadt
Guido Schürmann
Hannelore Brand
Förderverein Jakobikirche
Lippstadt e. V.

 

 

Die Arbeit »Praeludium« behandelt anhand des
Präludiums in f-Moll BWV 857 aus dem „Wohltemperierten
Clavier“ Wahrnehmungszustände
musikalischen Empfindens und die Macht des Werks
Johann Sebastian Bachs, den Jonas Englert als »Urvater
der Harmonie« bezeichnet.
Englert schreibt: „Sein Anliegen war es, die Sehnsucht der
Menschen nach Harmonie zu wecken und auch zu stillen.“
Die Installation besteht aus zwei großen Monitoren
sowie einer Lautsprecheranlage: Auf dem einen
Monitor wird das Gesicht und die Mimik des Organisten
(Jacob Bussmann), auf dem anderen werden seine
Hände gezeigt – beides wurde mit einer Hochgeschwindigkeitskamera
aufgenommen und wird (wie
auch die Tonaufnahme) mit 25-facher Verlangsamung
abgespielt.


Jonas Englert (*1989) studierte an der Hochschule für
Gestaltung Offenbach und besuchte parallel das
Institut für Angewandte Theaterwissenschaften.
2012 wurde er mit dem „Dr. Marschner-Preis“
ausgezeichnet. 2013 erhielt er das Johannes Mosbach
Stipendium, sowie 2017 eine lobende Erwähnung im
Rahmen der „B3-BEN-2017-Awards“ in der Kategorie
„Zeitbasierte und immersive Künste“.
Darüber hinaus entstanden Arbeiten für diverse
Theaterproduktionen, unter anderem am Nationaltheater
Mannheim, am Staatsschauspiel Dresden und
am Theater Bonn.


Jonas Englert hat sich an zahlreichen Gruppenausstellungen
in Deutschland (Frankfurt, Backnang,
Marburg, München, Bonn und Gießen) und im Ausland
(Shanghai, Boston, Aarhus, Porto, Venedig) beteiligt. Er
hat seine Arbeiten auch in drei Einzelausstellungen in
Frankfurt und Berlin präsentieren können.
Hierdurch ergeben sich interessante Wahrnehmungsverschiebungen:
die vertraute Musik wird durch die
Verlangsamung verfremdet und auch die geringfügigsten
Bewegungen des Pianisten werden sichtbar.
(Jede Vorstellung dauert über eine Stunde.)