Ankommen – Die Integration der Vertriebenen in Deutschland

Ankommen – Die Integration der Vertriebenen in Deutschland

25. Oktober 2019 Aus Von Anne Gorski

Montag, 4. November 2019, 19:00 Uhr

Andreas Kossert
©Stadtarchiv Espelkamp

Die Ausstellung „Angekommen – Die Integration der Vertriebenen in Deutschland“ wird  von Markus Patzke in Vertretung des Zentrums gegen Vertreibungen in der VHS Lippstadt eröffnet. Die VHS hat darüber hinaus zu dieser Thematik den unabhängigen Historiker Dr. Andreas Kossert mit seinem Vortrag „Herzlich Willkommen?“ eingeladen. Er wird aus wissenschaftlicher Sicht die Thematik von Vertriebenen mit Rückblick in die Vergangenheit bis hin zur Gegenwart näher beleuchten.

Die Erfahrungswelten der Vertriebenen in Deutschland nach 1945 waren im historischen Rückblick nicht immer ganz einfach. Gegenwärtig sind Millionen Menschen auf der Welt Flüchtlinge und Vertriebene.Deshalb lohnt sich der Blick zurück in die Erfahrungswelten von Krieg, Flucht und Heimatverlust für die deutsche Gesellschaft.

Die Integration von Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen in die deutsche Nachkriegsgesellschaft ist lange als Erfolgsgeschichte und als Beispiel für Solidarität in der „Stunde Null“ erzählt worden. Doch jede Geschichte hat zwei Seiten. Auf die Ablehnung und Anfeindungen, denen sich die Neuen durch die Alteingesessenen ausgesetzt sahen. Welche mentalen Spuren haben die Erfahrungen von Krieg, Flucht und Heimatverlust in der deutschen Gesellschaft hinterlassen? Dieser Frage geht Kossert in seinem Vortrag nach und unternimmt den Versuch, diese Erfahrungen im kollektiven Gedächtnis der deutschen Gesellschaft zu verorten.

Die Ausstellung zeigt die Flucht und Vertreibung von ca. 12 bis 14 Millionen Deutschen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie war eine der größten Zwangsmigrationen in der europäischen Geschichte. Fokus der Ausstellung ist die schwierige Integration der Heimatvertriebenen in Deutschland nach 1945 und in der Folge die der Spätaussiedler aus Osteuropa.

Um eine Voranmeldung online oder unter Tel. 02941/28950 wird gebeten.

Weitere Informationen unter www.vhs-lippstadt.de