Von Damaskus nach Lippstadt

Ein syrischer Flüchtling über die Kultur in Lippstadt

Wer in Frankreich mal eine Portion Frosch- Schenkel gegessen hat, oder in der Türkei über einen Basar geschlendert ist, hat vielleicht schon mal einen richtigen Kulturshock erlebt. Fakt ist: Kultur wird uns meistens dann richtig bewusst, wenn sie ungewohnt ist. Grund genug mal einen frischen Blick auf die Kultur in unserer Heimat Lippstadt zu werfen und die Perspektive zu wechseln:

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Die Veranstaltung ist leider bereits ausgebucht.

Moaz Tatary ist ein syrischer Reisekaufmann. Wie viele Andere war auch er gezwungen aus seiner Heimat Damaskus zu flüchten. Jetzt lebt er hier in Lippstadt, für ihn erstmal eine ziemliche Umstellung, wie er uns berichtet:

„Ich komme aus Damaskus, einer Stadt mit fast 6 Millionen Einwohnern, da ist es hier in Lippstadt schon ganz anders. Wesentlich ruhiger als in Syrien.“

Und trotz der Veränderung, Tatary liebt es hier. Kultur in Lippstadt, das bedeutet für ihn Vielfalt und aktiv zu sein: „Ich mag das Stadttheater, aber vor allem  die vielen Feiern auf  dem Marktplatz. Lippstadt ist eine kleine Stadt, aber sie hat eine tolle Atmosphäre. „Wenn ich über die Lange Straße spazieren  gehe, gibt es da Menschen mit ganz verschiedenen Nationalitäten. Das macht  das Gesamtbild noch schöner.“

 Damit das mit den verschiedenen Kulturen auch klappt, legt Tatary auf eine Sache besonders viel Wert: Kultur- Austausch!

„Ich  möchte ein Mitglied in dieser Gesellschaft sein, da ist die Sprache einfach das Wichtigste. Auch um sich über die Kulturen und Erfahrungen auszutauschen.“            Genau dafür gibt es dann heute Abend die Veranstaltung „Syrien: Mein Land vor dem Krieg“. Ab 18 Uhr bringt uns Moaz Tatary die syrische Kultur in der Aula des Ostendorf Gymnasiums näher. Dazu gibt es dann ganz viel syrische Bilder, Snacks und Musik.

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