Lichtkunstobjekt „Hel“

Livia Theuer und Daniel Roskamp erledigten jetzt die letzten Arbeiten am Kunstobjekt ‚Hel‘, das an der Kastanienallee realisiert wurde. Finanziert durch die Kunststiftung der Sparkasse und mit Zuwendungen des Landes NRW aus der regionalen Kulturförderung bereichert ‚Hel‘ ab sofort die Lichtpromenade Lippstadt, die als markantes Lichtkunst-Projekt am östlichen Ende der Kulturregion Hellweg seit 2003 aktuelle, hochrangige künstlerische Positionen mit Geschichte und Gegenwart der Stadt Lippstadt verbindet.

Mit dem neuen Lichtkunstobjekt des Kasseler Künstlerduo’s ist die Lichtpromenade Lippstadt nun auf insgesamt 14 Kunstwerke gewachsen.

Lt. Projektbeschreibung inszeniert die Installation ‚Hel‘ mittels eines Lichtzeichens den Lippstädter Schifffahrtskanal als mythologischen Totenfluss, als Übergang und Grenze zwischen Diesseits und Jenseits.

Sie besteht aus zwei Elementen.

Auf dem nördlichen Ufer des Kanals, an der Wasserlinie am Kastanienweg, befindet sich ein unserem urbanen Zeichensystem entlehntes Objekt: Ein U-Bahn-Würfel auf einem Mast, dessen „U“ hier gleichsam für „Unterwelt“ steht. Das Ufer wird in einen mythologisch-transzendenten Ort verwandelt und durch die Farbigkeit und das verfremdete Verkehrszeichen gleichzeitig ironisiert.

Auf der gegenüberliegenden Uferseite ist ein großformatiger Spiegel montiert, dessen Widerschein bzw. Reflexion des Lichtzeichens und seiner illuminierten Umgebung den immateriellen Übergang in die fiktive Unterwelt-Station markiert.

Die Lichtreflexionen im Fluss assoziieren den „Verkehr“ der Seelen vom einen Ufer zum anderen.

Roskamp/Theuer:

„Das Fluss-Ufer wird transformiert in einen Bedeutungsträger und fiktiven Seelentransporteur. Die Funktion des Flusses wird erweitert, umdefiniert. Eine Schnittstelle zwischen urbanem Raum und mythischem Vorstellungsraum.

Das Flussufer verwandelt sich in eine mythologische Landschaft, in einen surrealen Stadtraum und eine absurde Situation.“

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