Im Stadtmuseum entdeckt

Die Ziege in der Museumsküche

Spinnräder werden unterschieden nach

der Anordnung von Spindel und Schwungrad (horizontal oder vertikal)
der Rahmenform nach der Art des Antriebes (einfädig oder doppelfädig) und
der Art der Bremse (Spulen- oder Flügelbremse).

Im Gegensatz zu den Spindelrädern werden Spinnräder mit dem Fuß angetrieben und haben in der Regel einen Spinnflügel. Der Flügel ermöglicht einen ununterbrochenen Spinnvorgang, sonst müsste man das Garn von Hand aufwickeln. Diese Flügelspinnräder ersparen einem 2/3 der Spinnzeit im Vergleich zur Handspindel. Vorteil am Fußbetrieb ist, dass beide Hände zum Ausziehen der Fasern frei sind.
Die Ziege (auch sächsisches Rad oder Langrad genannt) ist eine beliebte Spinnradform, vor allem für die Flachsspinnerei. Hier handelt es sich um ein Rad in horizontaler bzw. liegende Bauweise. Das Schwungrad und die Spindel sind nebeneinander angeordnet, sie liegen also vor dem Spinner. Der Rahmen besteht neben Beinen und Schwungradgabel vor allem aus einem stabilen Querbrett. Oft steigt der Rahmen zur Spindel hin zumindest leicht an, dadurch entsteht eine Optik die stark an die Umrisse einer Ziege erinnert. Daher ergab sich diese Bezeichnung. Die Anordnung hat keinen Einfluss auf die Art des Antriebes und der Bremse.

Bleiben Sie neugierig!

Wir sehen uns,

Ihr

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