Hänsel und Gretel – die Märchenoper

Ursprünglich für eine Aufführung im Rahmen einer privaten Geburtstagsfeier gedacht, bat Adelheid Wette ihren älteren Bruder, den noch wenig bekannten Komponisten Engelbert Humperdinck (1854-1921), um einige Musikstücke zu einem „Kinderstuben-Weihfestspiel“. Die dabei entstandenen Lieder, darunter das später populäre gewordene „Brüderchen, komm, tanz mit mir“, fanden im Kreise der Familie derart begeisterte Aufnahme, dass Adelheid Wette ihre Idee weiter entwickelte und das Textbuch zu einer Märchenoper frei nach den Brüdern Grimm verfasste. 1893 in Weimar von Richard Strauss uraufgeführt, war „Hänsel und Gretel“ schon bald weithin großer Erfolg beschieden und Humperdinck damit als Opernkomponist arriviert. Weitere Märchenopern folgten. Nach wie vor erfreut „Hänsel und Gretel“ sich heute großer Beliebtheit und ist vor allem um die Weihnachtszeit vielfach auf den Spielplänen der Opernhäuser zu finden.

Was erwartet die Zuschauer?

Die letzte Umsetzung dieser Oper am Landestheater Detmold war sehr modern; das ist bei dieser Inszenierung am 22.12.2017 um 20 Uhr im Stadttheater Lippstadt anders: Die Handlung wird ganz klassisch in einer undefinierten Märchenzeit gelassen. Das zeigt sich schon beim Bühnenbild. Die Kulissen sehen aus, als ob jemand ein Haus, eine Wohnung gezeichnet hat. Auch der Wald ist gemalt und es gibt ausgeschnittene, auf die Bühne gestellte Büsche, hinter denen man sich verstecken kann. Das erinnert an alte Bilderbücher, bei denen man beim Umblättern etwas heraus klappen kann. Märchenbuch-Atmosphäre also. So treffen Hänsel und Gretel im Wald auf Gestalten, die ein bisschen „speziell“ sind. Zum Beispiel das Sandmännchen – was macht es dort im Wald? Man weiß es nicht; es ist einfach da und fordert die Kinder auf zu schlafen. Man muss nicht erklären, warum das so ist. Das ist das Schöne an einem Märchen. Man kann der Phantasie Raum geben. In dieser Fassung werden Hänsel und Gretel zum Beerensammeln in den Wald geschickt. Als es dunkel und unheimlich im Wald wird, streut ihnen ein Sandmännchen Sand in die Augen, damit sie schlafen können. 14 Engel stellen sich schützend um die beiden Geschwister und ein Taumännchen weckt die Kinder am Morgen aus ihrem Traum. Als Hänsel und Gretel auf das Knusperhäuschen stoßen, verläuft das Märchen so, wie man es von den Gebrüdern Grimm kennt. Aber am Ende machen sich nicht nur Vater und Mutter der Titelfiguren auf den Weg in den Wald, sondern ein ganzer Suchtrupp, so dass am Ende alle ihre Kinder wiederfinden und es mehr Familienzusammenführungen gibt.  

Preise: € 26,- / 24,- / 22,- / ermäßigt: € 13,- / 12,- / 11,-

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