Kulturpolitisches Leitbild der Stadt Lippstadt – Vernetzung 2/4

Alle Lippstädter Kulturakteure werden von einer zentralen Servicestelle mit der

Bereitstellung eines strukturierten Netzwerkes unterstützt. Die Vernetzung kommunal geförderter Einrichtungen wird erwartet.

Diskussionen und Absprachen beim Kulturforum

Diskussionen und Absprachen beim Kulturforum

Der Rat der Stadt Lippstadt hat am Montag, dem 27.6.2016 das Kulturpolitische Leitbild für unsere Stadt verabschiedet.

 

Das vollständige Leitbild können Sie hier herunterladen

Lippstadt, die Wasserreiche – Themenstadtführung

Entlang der idyllischen Wasserläufe der Lippe führt der Spaziergang vom Stadtpark Grüner Winkel bis hin zum Kanuzentrum.16_09_25-wasser-themenfuehrung

Entlang der idyllischen Wasserläufe der Lippe führt der Spaziergang unter der Leitung von Stadtführerin Inge Bexte vom Stadtpark Grüner Winkel bis hin zum Kanuzentrum. Hier erfahren Sie, wie die weitläufigen Flussarme das Leben der Stadt seit über 800 Jahren in wirtschaftlicher, historischer und sportlicher Hinsicht beeinflusst haben. Diese Stadtführung ist wahlweise zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu unternehmen.

Wir bitten um Anmeldung in der Stadtinformation im Rathaus oder telefonisch unter 02941 / 58515.

Weitere Infos gibt´s hier!

Förderung freier Kulturträger

Es wieder an der Zeit,für die „Förderung freier Kulturträger“. Am 31.12.2016 endet die Antragsfrist für 2017. 009_lippeausstellung-5112

Künstler, Künstlergruppen und Vereine können ihre Projekte unterstützen lassen. Dabei zielt die Förderung nicht nur auf einmalige Aktionen, unterstützt werden auch Projekte über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Das erhöht die Planungssicherheit und hilft, sich auch an neue und ungewöhnliche Ideen zu wagen. Alle Infos haben wir hier zusammengefasst und stehen gerne und jederzeit für Fragen und einen Beratungstermin zur Verfügung. Über die Vergabe der Gelder entscheidet der Schul- und Kulturausschuss voraussichtlich im Januar 2017.

Aus alt mach neu- Restaurierung von Objekten

Die Restaurierung von Objekten ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben, die ein Museum in seinem Alltag zu bewältigen hat. Konkret kann man die Tätigkeit so zusammenfassen: Historische Objekte, die beschädigt wurden so zu präparieren, dass sie für alle Zeit haltbar gemacht werden.

Für Stadtmuseum macht das unter anderem eine renommierte Restauratorin aus Münster, Fr. Dr. Geller. Im April 2015 wurde zum Beispiel die Restaurierung v on einem Textilmuster- Buch Blaudruckers  vom Anfang des 20. Jahrhunderts in Angriff genommen. Das Objekt ist eins der noch wenigen erhaltenen Exemplare in NRW.vh2

Nachdem beurteilt wurde, ob sich der Kosten- und Zeitaufwand lohnt, stellt die Restauratorin den Zustand des Buches fest und fotografiert es von allen Seiten. Bedeutet: ein Foto von jeder Seite des Buches, außerdem von der Verkleidung und dem Buchrücken.  So kann sie sicherstellen, dass bei der Bearbeitung wichtige Charaktermerkmale erhalten bleiben.

Die Zeit hinterlässt ihre Spuren

Schnell stellt sich heraus, dass die Zeit ihre Spuren auf dem Objekt hinterlassen hat: Es ist verschmutzt und auf den Stoffproben befindet sich ein weißer Schimmelpilz. Zeit, das Ganze wieder auf Vordermann zu bringen:

Zuerst werden die Textilmuster vorsichtig mit einem Holzspatel entfernt. Das ist gar nicht so leicht, denn der Stoff wurde festgeklebt. Danach geht es dann dem Schimmelpilz an den Kragen, der wird beidseitig abgesaugt und auch mit einem Latexschwamm entfernt.

Der Ledereinband selbst wurde inzwischen von Staub und Dreck befreit und defekte Teile wurden repariert oder ersetzt. Jetzt geht es darum, die Stoffstücke wieder zurück ins Buch zu kleben. Dafür wird ein Kleber mit minimalen Wasseranteil genutzt- Feuchtigkeit ist tödlich für das Objekt!

Eine ganze Menge Aufwand

Trotz all der Maßnahmen, für den Alltagsgebrauch ist das Musterbuch auch jetzt nicht geeignet. Nach wie vor muss man vorsichtig umblättern. Außerdem können Licht, Staub und Klimaschwankungen schwere Schäden anrichten.vh1

Man merkt also: für die Restaurierung von Museumsobjekten ist eine ganze Menge Fachwissen, Präzession und Sorgfalt gefragt. Das Musterbuch können sie sich übrigens im Stadtmuseum genauer ansehen.

Wir suchen einen neuen Bufdi!

Der Fachdienst Kultur und Weiterbildung hat die Aufgabe Kulturschaffende, also Vereine Künstler etc., im Raum Lippstadt, zu unterstützen. Sowohl was Planungen, als auch Finanzen angeht. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir einen neuen Bufdi *.bfd_logo_web_300x168_px

Du bist unter 25 und interessierst dich für Kultur und Stadtgeschichte? Du bist ein Organisationstalent, bist flexibel und kommunikativ?

Dann bist du bei uns genau richtig!

Wir bieten dir eine attraktive Vergütung, flexible Arbeitszeiten und flache Hierarchien. Bei uns werden dir vom ersten Tag Aufgaben mit Verantwortung anvertraut. Egal ob Pressearbeit, oder Organisatorisches, selbstverständlich steht dir unser gesamtes Team bei deinen täglichen Aufgaben zur Seite.

Du wirst an ganz verschiedenen Orten arbeiten, mal in der Verwaltung, mal im Stadtmuseum, mal in der Rathaus- Galerie. Außerdem triffst du ganz vielseitige Persönlichkeiten, von lokalen Künstlern bis hin zum Bürgermeister.

Interessiert? Dann schick uns doch deine Bewerbung, per Post oder als E- Mail an:

Fachdienst Kultur und Weiterbildung                                                                    Geiststr. 2
59555 Lippstadt              
                                                                                             E-Mail: wolfgang.streblow@stadt-lippstadt.de

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*Bundesfreiwilligendienstleistenden

INI betreut junge Flüchtlinge

Minderjährige Flüchtlinge, die ohne erwachsene Begleitung nach Deutschland gekommen sind, haben jetzt in Lippstadt ein eigenes Betreuungszentrum der INI. Das wurde am Mittwochmittag eröffnet. Hier können 13 Jugendliche gemeinsam ihren alltäglichen Aufgaben nachkommen. Unterstützt werden sie dabei von vier Betreuern. Ziel der Einrichtung ist es, den Jugendlichen das Ankommen zu erleichtern und sie zu Integrieren.

16_09_22-ini-umaAuch Bürgermeister Sommer und Landtagsabgeordnete Marlies Strotz waren vor Ort. Sie lobten das Engagement und die Räumlichkeiten. Das Betreuungszentrum liegt nämlich direkt an der Lippe, in der Mühlenstraße, also nur wenige Schritte von der Lippstädter Innenstadt entfernt.

Zwei der Jugendlichen hielten eine kurze Ansprache, sie erzählten von ihrer Heimat Afghanistan, ihrer Flucht und ihren Hoffnungen und Wünschen.

Aktuell gibt es außerdem Gespräche über eine Teilnahme am „Kulturrucksack“.

Im Stadtmuseum entdeckt

Inv.-Nr. 2917; Dreschflegel, das Stielende ist mit einer Eisenblechtülle versehen, darin läuft das drehbare Lederband (zur Schlaufe gebunden). Der Klöppel ist am Ende mit einer breiten Lederschlaufe versehen, durch die ebenfalls das drehbare Lederband verläuft. Auf der Lederschlaufe erscheint das Monogramm „W.N.“

Der Dreschflegel ist ein altes bäuerliches Werkzeug, das zum Dreschen des Getreides diente. Das vom Feld geerntete Korn wurde in die Scheune geschafft. Auf der Tenne, dem befestigten Boden der Scheune, wurde es ausgebreitet, und die Bauern schlugen mit den Flegeln nacheinander auf den Getreidehaufen ein. Dabei stimmten sie sich aufeinander ein, um den richtigen Takt zu finden.
Das Wort Flegel ist ein romanisches Lehnwort (lat. flagellum) und vermutlich aus dem Römischen Reich in den germanischen Sprachraum gelangt.
Der Dreschflegel (ursprünglich waren dies einfache Stöcke mit dickerem Ende) besteht aus einem hölzernen Stiel, an dem, mittels eines beweglichen Bauteils (oft aus Leder), der eigentliche Flegel befestigt ist. Dieser ist ein ca. 6 – 8 cm dicker, grob bearbeiteter Holzprügel aus Hartholz. Mit dem Stiel wurde der gesamte Dreschflegel so durch die Luft geschleudert, dass die vorne angebrachte Keule mit großer Kraft auf die am Boden liegenden Getreidebündel aufschlug. Üblicherweise waren die Scheunen mit Tenne so beschaffen, dass man sie auf zwei gegenüberliegenden Seiten öffnen konnte. Dann konnte der Herbstwind „durchfegen“. Mit dem Flegel schlug man also auf das Getreide ein, die schweren Körner fielen zu Boden, die leichten Anteile, Stroh und Spreu, wurden vom Wind über die Tenne hinweggefegt. Die Spreu von den Körnern zu trennen, war schon schwieriger. Die Bauern legten Körner und Spreu in einen flachen Korb, die Worfel. Mit der Worfel, die nun als Sieb diente, warfen sie beides hoch. Der Wind blies die leichtere Spreu zur Seite weg, und die Körner fielen in die Worfel zurück. Wenn dies mehrere Male wiederholt wurde, befanden sich zum Schluss nur noch Körner in der Worfel. Auf diese Weise konnte das so gewonnene Getreide später in einer Mühle zu Mehl weiterverarbeitet werden.
Da der Dreschflegel eine enorme Schlagkraft entwickeln kann, wurde er im Mittelalter oft als einfache Bauernwaffe verwendet. Die meisten Bauern kämpften im deutschen Bauernkrieg auch mit dieser „Waffe“. Während der Hussitenkriege gehörten Dreschflegel zu den bekanntesten und effektivsten Waffen.
Der aus den asiatischen Kampfkünsten bekannte Nunchaku ist ebenfalls ein Dreschflegel, den die Bauern auf Okinawa (Japan) zum Reis-Dreschen verwendeten. Der Nunchaku, ist ebenso eine der traditionellen Bauernwaffen im Kobudō (japanische Kampfkunst). Bekannt geworden ist er in der westlichen Welt durch die Handhabung Bruce Lees (bekannter Kampfkünstler und Schauspieler). Möglicherweise haben sich aus diesem Provisorium später der Streitflegel und/oder der Morgenstern entwickelt.
Ein Flegel, im auf eine Person übertragenen Sinn, ist jemand, der rücksichtslos verbal leeres Stroh drischt oder sich nach Ansicht vieler anderer Personen den üblichen Verhaltensformen zuwider benimmt.

Und zu guter Letzt
Wilhelm Busch

Nicht artig
Man ist ja von Natur kein Engel,
Vielmehr ein Welt- und Menschenkind.
Und ringsumher ist ein Gedrängel
Von solchen, die dasselbe sind.
In diesem Reich geborner Flegel,
Wer könnte sich des Lebens freun,
Würd‘ es versäumt, schon früh die Regel
Der Rücksicht kräftig einzubleun.
Es saust der Stock, es schwirrt die Rute.
Du darfst nicht zeigen, was du bist.
Wie schad, o Mensch, dass dir das Gute
Im Grunde so zuwider ist!

Bleiben Sie neugierig!

Wir sehen uns,

Ihr

                                                                 qrcode_Stadtmuseum
Rathausstraße 13
59555 Lippstadt
Tel.: 02941 980259
stadtmuseum@stadt-lippstadt.de

Kulturpolitisches Leitbild der Stadt Lippstadt – Vernetzung 1/4

Die Vernetzung und der aktive gegenseitige Austausch von Kulturakteuren mit allen

gesellschaftlichen Kräften, Verwaltung und Politik ist die Basis für eine lebendige

Kulturszene.

 

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Der Rat der Stadt Lippstadt hat am Montag, dem 27.6.2016 das Kulturpolitische Leitbild für unsere Stadt verabschiedet.

Das vollständige Leitbild können Sie hier herunterladen

blankziehen

Die Ausstellung „blankziehen“, von Rebekka Schulte,  im Kunstverein Lippstadt ist die erste umfassende Präsentation der Künstlerin. Rebekka Schulte realisiert in den Räumen des Kunstvereins große raumbezogene Zeichnungen.

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Rebekka Schultes Zeichnungen strahlen ein expressives Temperament aus, das den Betrachter sofort mitreißt. Zugleich wirken sie weder virtuos noch anmaßend, sondern eher verletzlich.

„Ich zeichne, um zu zeichnen. Ich zeichne die Dinge. Kopfgeschichten. Geschichten und Schichten, verschichten. Alltagsschichten. Gehört und gezeichnet. Ganz viel Unwichtiges. Aber immer. Zeichne schnell. Muss nicht groß sein. Auch nachts.“ Bewegt, mehrlagig und fragmentarisch wirkt schon dieser Auszug ihrer Arbeitsnotizen. Die eigene Version von der Geschichte erzählen und Geschichten hinter sich lassen – diese Möglichkeit findet Rebekka Schulte in ihren Zeichnungen. Ein Motto für sie ist: „Das Abarbeiten an dem Moment, an und mit der Linie“.

Die Ausstellung „blankziehen“ können Sie noch bis zum 06.11.2016 besuchen.

Weitere Infos gibts hier!